Was Videografie möglich macht

Flüchtiges wird der Betrachtung zugänglich!
Die Kamera bzw. die Videoaufzeichnung fangen die (vom Kameramann vorgegebene!!) Perspektive ein und konservieren sie. Diese Filmsequenz kann beliebig oft betrachtet werden.
Wahrnehmungsapekte werden kommunizierbar!

Alle an der gefilmten Situation Beteiligten, aber nicht nur die, sehen das Geschehen vor dem Hintergrund ihrer subjektiven Theorien. Das Video macht es möglich, die Interaktionen möglichst realitätsnah zu besprechen, weil Eindrücke immer wieder überprüft werden können (aber Vorsicht: Videos aus dem pädagogischen Bereich dürfen niemals in den Geruch eines Polizei-Videos kommen!!).
Diskurse über subjektive Theorien können kollegial geführt werden!
Die mentalen Modelle des agierenden Lehrenden, die seine Methodenwahl und Interaktionsformen weitgehend bestimmen, d.h., seine Bedeutung für den Lehr-/Lern-Prozess, können mit ihm zusammen thematisiert werden; er kann, während er das Video betrachtet, aus der Rolle im realen Geschehen heraustreten: das Eigene wird fremd und kann aus einer schützenden Distanz betrachtet werden.
Reflexionen werden intensiviert!